Inhalt der Oktober/November-Ausgabe: |
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HALZ MACHT mobil Alternativen: Besser! Seitenblick Proteste gegen den Sozialabbau / HALZ EXTRA / Bayernwahl / Landesarmutskonferenz Niedersachsen Horrorskop www "Es ist einfach nicht mehr Geld da" Bürgerinitiative
in Linden: UnRecht Aktuelle Urteile Gewerkschaften und IT- und Medienbranche - passt das? [mehr...] Initiativen und Beratung: Schöne neue Welt Nachgefragt Herbert Schmalstieg meint... Tipps und Geld Spartipp / Sparen im Netz / Alles umsonst / ... Männer sind gleicher Armut und Arbeitslosigkeit - Risikofaktoren für die Gesundheit Stellenanzeige "Kirchen ganz wichtige Verbündete" "Es sieht zur Zeit nicht ganz so gut aus..." Zwischenruf Leserbrief "Haltet den Dieb" HALZKunst HALZ über Kopf |
HALZ MACHT mobilSozialstaat: Sein oder nicht sein? / Das Wort zum Sonntag |
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Etwas ist faul im Staate. |
Krankentransport 2010 |
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Finale furioso: Pflegeversicherung (am liebsten gleich ganz weg
"reformieren").
Oder doch? Rückblende: 1997 Sozialwort "Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit" beider Kirchen in Deutschland zur Krise des Sozialstaats, begleitet von einem intensiven Dialog u. a. mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und Selbsthilfeorganisationen. Ein gemeinsames aktuelles Sozialwort von Kirchen und Gewerkschaften:
Gemeinsam mit Betroffenen, Schwachen, Menschen und Organisationen, die sich an einem kritischen Dialog zur Agenda 2010 beteiligen. Die Kirchen können ihre vor fünf Jahren getroffenen klaren Äußerungen zur Armut und ungerechten Verteilung von Lebenschancen in unserem Land wieder aufgreifen. Die Zustände haben sich nicht gebessert, die Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Die Gewerkschaften sind jetzt gefordert. Auf ihren Gewerkschaftstagen im Oktober haben sie es in der Hand, sich als politische Gegenmacht zu profilieren und ihren Anspruch auf eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung eines sozialen Gemeinwesens bestätigen. Gefordert sind auch und zuerst die Betroffenen: Das "Bündnis gegen Sozialkahlschlag" ruft für den 01.11.2003 zu einer bundesweiten Demonstration in Berlin auf (näheres www.Demo-gegen-Sozialabbau.de). Übrigens: Die Antwort bei William Shakespeare auf Marcellus Einwurf" Etwas ist faul im Staate Dänemarks" lautet :"Der Himmel wird es lenken". … |
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Alternativen: Besser
Beispiel Krankenversicherung:
Beispiel solidarische Steuer-Finanzierung:
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SeitenblickProteste gegen den SozialabbauIn Hannover regt sich Widerstand gegen die Agenda 2010 und den fortschreitenden Sozialabbau. Einzelpersonen, Gruppen, Gewerkschaften und Kirchen haben sich im Bündnis "Agenda 2010-kippen" zusammengefunden. Gemeinsam sind eine
Vielzahl von Aktionen geplant.
HALZ EXTRAHALZ EXTRA ist neu. Bayernwahl21.09. Bayern Wahl - SPD verliert ein Drittel Stimmenanteil. (Dazu Juli HALZ bei "Übersicht zuküntiger Gewinner und Verlierer Agenda 2010": "Verlierer SPD wg. Wahlplakat: "Agenda 2010. Das waren wir - ihre SPD:") Landesarmutskonferenz NiedersachsenWieviel Armut kann sich eine reiche Gesellschaft wie unsere leisten? Diese Frage stellt die Landesarmutskonferenz Niedersachsen in ihrer jüngsten Presseerklärung zur aktuellen Diskussion um die Sparpläne der niedersäschsichen Landesregierung. |
HorrorskopDas Horrorskop verdanken wir dem seit vielen Jahren für seine genauen Vorhersagen zur Beschäftigungsentwicklung berühmten chinesischen Astrologen Flo Ri An.
Widder. 21.03.-20.04.
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WWWDie Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz hat zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen ein spezielles Feature erstellt. Unter http://disability.osha.eu.int werden praktische Informationen zusammengestellt, damit Menschen mit Behinderungen besser in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können und künftig größere Chancen beim Erhalt ihres Arbeitsplatzes haben. Leitlinien, Ratschläge, Fallstudien aus der Praxis, näheres zu Programmen und Strategien wie auch Dokumente aus der politischen Diskussion sollen auch die Betriebe bei der Integration dieses Personenkreises unterstützen. Das Knowhow liefern u.a. Behindertenorganisationen, Einrichtungen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, Regierungsorgane, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. |
"Es ist ganz einfach nicht mehr Geld da!"Interview mit Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister von Hannover |
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HALZ: Hannover - eine Stadt im Umbruch. Die EXPO hat nicht alle erhofften Erwartungen erfüllt. Kürzungen in vielen Bereichen, sei es in Bibliotheken, Museen, aber auch im Bereich Infrastruktur werden kommen. Auch bei den Stadtfriedhöfen soll gespart werden - die Toten haben keine Ruhe mehr. |
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nicht mehr ausgeben als sie einnimmt. Die Folge ist deshalb, dass wir in den nächsten Jahren dafür Sorge tragen müssen, 120 Mio. Euro einzusparen.
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HALZ: Was werden Sie machen? Werden Sie noch politisch arbeiten? Interview: Sabine Grizewitsch, Burkhard Hasse |
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Bürgerinitiative in Linden
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UnRechtAktuelle UrteileBeiträge zur Alterssicherung absetzbarBezieher von Arbeitslosenhilfe können bei der Anrechnung von Einkommen des Partners Beiträge für private Lebens- und Rentenversicherungen absetzen, auch wenn ein Pauschbetrag von drei Prozent des Einkommens überschritten wird. Nicht mehr Arbeitslosenhilfe trotz UrlaubsgeldBei der Berechnung der Höhe der Arbeitslosenhilfe müssen Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld nicht berücksichtigt werden. Im Unterschied zum Arbeitslosengeld sei eine Berechnung auf der Grundlage des früheren normalen Monatslohns ausreichend, entschied das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Bundessozialgericht. Az.: B 11 AL 67/02 R Betriebsrente ist EinkommenBei der Berechnung von Arbeitslosenhilfe ist eine Betriebsrente als Einkommen zu berücksichtigen. Davon abzuziehen sind nur die im Gesetz ausdrücklich erwähnten Aufwendungen. Unterhaltsleistungen an eine getrennt lebende Ehefrau sind nicht absetzbar. Keine sinnlosen BewerbungenDas Arbeitsamt kann Arbeitslose zu Eigenbemühungen bei der Stellensuche auffordern und Nachweise über die Bewerbungsaktivitäten verlangen. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen entspricht die pauschale Aufforderung, eine große Anzahl von Initiativbewerbungen innerhalb eines kurzen Zeitraums durchzuführen und nachzuweisen, nicht den gesetzlichen Vorgaben.. Ohne Aufforderung des Arbeitsamtes keine UnfallversicherungWer aus freien Stücken zum Arbeitsamt geht, ist auf dem Weg dorthin nicht unfallversichert. Bundessozialgericht. Az.: B 2 U 45/02 R Richter Berlit am Bundesverwaltungsgericht hält Clement-Pläne zur Arbeitsmarkt-Reform
in Teilen für verfassungswidrig |
Gewerkschaften und IT- und Medienbranche - passt das? |
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Auch wenn die Vermarktung des ehemaligen Expo-Geländes als IT- und Medienstandort in Hannover immer wieder für Diskussionsstoff in den Zeitungen sorgt, lernen und arbeiten rund um die Expo Plaza ca. 5000 Menschen. Allein an der Multimedia-Berufsschule und den (Fach-)Hochschuleinrichtungen werden rund 3100 junge Leute vorwiegend im IT- und Medien- bzw. Multimediabereich ausgebildet. |
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Martin Sperber-Tertsunen und Nadine Wengerek von doppelpunkt |
Ein gemeinsames Projekt von ver.di und IG Metall will die Entwicklung des ehemaligen Expo-Geländes mit begleiten und gestalten. Seit Juli letzten Jahres gibt es auf der Expo Plaza in Hannover das Projekt doppelpunkt. Welchen Bedarf und welche Anforderungen die Menschen in den "neuen" Berufen an Gewerkschaften haben und wie die gewerkschaftlichen Antworten darauf aussehen könnten, das versucht das Projekt herauszufinden. Allein schon aufgrund der Zahlen stehen die SchülerInnen und die Studierenden mit ihren Fragen und Problemen im Mittelpunkt des Projektes. Eine solide Ausbildung ist immer noch der Grundstein in eine wie auch immer gesicherte Zukunft. Gerade die neuen Berufe in der IT- und Medienbranche sind als die Zukunftsberufe schlechthin sehr attraktiv für junge Menschen. Es gibt Auszubildende, die eine gute Ausbildung durchlaufen und danach eine sichere Stelle bekommen. Das Projekt doppelpunkt will hier z.B. die Qualität der Ausbildung sichern oder verbessern, um die Voraussetzungen für den Berufsstart zu verbessern. Aber es gibt auch Azubis, die eine andere Situation vorfinden und für die Lösungen gefunden werden müssen. |
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Auftragseinbrüche oder gar Insolvenzen vor allem bei kleineren Firmen der "New Economy" führen immer wieder zu Arbeits- und Ausbildungsplatzverlust. Kontakt und Text: |
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Initiativen und BeratungArbeitskreis Arbeitlose Linden ver.di Erwerbslosenausschuss Arbeitskreis Arbeitslose IG METALL |
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SONET (Erwerbslose aus sozialem und pädagogischem Bereich) Projektgruppe gegen die Agenda 2010 Arbeitslosenzentrum Hannover ASG Hannover |
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Schöne neue Welt |
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Bildung platt |
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Hier die "Erfolgs- bilanz" aus Nürnberg: Schwerbehinderte 70,9 Prozent weniger Ältere Arbeitslose 64,9 Prozent weniger Langzeitarbeitslose 60,2 Prozent weniger Arbeitslose ohne Qualifikation 57,0 Prozent weniger |
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Praktikanten auf dem Vormarsch Nach einer Umfrage der Kienbaum Unternehmensberatung in Gummersbach managen in 40 Prozent aller Unternehmen Praktikanten eigene Projekte, ebenso viele sind operativ in diese einbezogen und nur 20 Prozent kümmern sich um die Verwaltung. Viel Verantwortung für wenig Geld. Zwischen 400 und 600 Euro monatlich bekommen 44 Prozent, 600-800 Euro schon 32 Prozent und acht Prozent verdienen mehr als 800 Euro. Aber: Jeder sechste bekommt weniger als 400 Euro, d.h. nicht einmal soviel wie ein sog. Mini-Jobber. Und: So billig gibt es keine Fachkräfte. Noch nicht! |
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Bahnbrechender Hundt |
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NachgefragtHerbert Schmalstieg meint: Die Stadt muss ihren Haushalt wie eine Familie führen. Nachgefragt: Besteht nicht ein Unterschied zwischen den Schulden einer Familie für einen privaten PKW oder eine individuelle Urlaubsreise und den öffentlichen Schulden für einen Kindergarten, eine Bücherei oder einen Hochwasser-Deich? Herbert Schmalstieg meint: Es ist nicht mehr Geld da. Nachgefragt: Sind die Vermögen in Deutschland überhaupt gerecht verteilt? Ist es nicht besser, den Begüterten mehr zuzumuten, damit es in unserem Land sozialer und gerechter zuginge? Herbert Schmalstieg meint: Schulden belasten künftige Generationen. Nachfragt: Garantieren Ausgaben von heute in Arbeitsplatz schaffende Projekte und verbesserte Infrastrukturen nicht die Steuereinnahmen von morgen? Herbert Schmalstieg meint: Wir haben zu wenig Kinder. Nachgefragt: Fehlen nicht für mehr als 50.000 Menschen in der Region sichere Arbeitsplätze? Haben nicht zu viele Menschen und Familien mit Kindern zu wenig Geld im Portemonnaie, um ins Kino, Theater und Zoo gehen zu können? Meine Meinung: Eine andere Politik ist möglich! Sie muss nur gewollt werden!! |
Tipps und GeldSpartipp Sparen im Netz Alles umsonst Arbeitsamt dicht? Arbeitslose und das Bankgeheimnis Arbeitslosenhilfe und Lebensversicherung |
Männer sind gleicher |
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Noch vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich es eines Tages geradezu als Privileg empfinden würde noch einen Job zu haben. Aber machen wir uns nichts vor, heute kann es jeden von uns treffen, egal zu welchen Opfern man in seinem Arbeitsleben bereit war. Es ist auch keineswegs nur eine Frage der Qualifizierung, dies wird besonders deutlich wenn man sich die Lage am Arbeitsmarkt aus Frauensicht betrachtet. |
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Längst haben die Frauen bei den Schulabschlüssen die Nase vorn und ihre Bereitschaft in Weiterbildung zu investieren ist wesentlich größer als die der Männer, aber wer da glaubt, dies würde sich für sie auszahlen, der irrt. Das Gehalt von Frauen lag im Jahr 2001 etwa 30 % unter dem ihrer Kollegen. In Leitungsfunktionen kommen sie kaum vor, dafür stellen sie aber gut 90% der Teilzeitbeschäftigten. Sie tragen nach wie vor die Hauptlast der Familienarbeit und nehmen dafür in Kauf bei der beruflichen Karriere Abstriche zu machen. Dies alles macht sich nicht zuletzt auch bei der gesetzlichen Rente bemerkbar. Die Altersarmut betrifft schon jetzt in hohem Maße Frauen. Ihre Rente beträgt in etwa die Hälfte einer "Männerrente". Sollte sie dennoch Geld für eine Zusatzrente erübrigt haben, so bekommt sie aufgrund ihrer statistischen Lebenserwartung weniger ausgezahlt. Da Frauen auch überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind, hat jegliche Verschärfung eine weitere
Verschlech- |
![]() Martina Gehrke |
Armut und Arbeitslosigkeit - Risikofaktoren für die Gesundheit |
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![]() Dr. Antje Richter |
Diese Aussage über Armut und Arbeitslosigkeit ist eigentlich eine Binsenweisheit. Wissen doch die meisten, dass in früheren Jahren arme Menschen frühzeitiger und schwerer erkrankten oder eine niedrigere Lebenserwartung hatten. Wir verbinden diesen Zusammenhang auch ganz selbstverständlich mit den Ländern der sog. "Dritten Welt", in denen Armut oft mit besonders hoher Kindersterblichkeit einhergeht. Aber wer weiß schon, dass es auch in der wohlhabenden Bundesrepublik keine gesundheitliche Chancengleichheit gibt, sondern auch hier hohe Erkrankungshäufigkeit und hohe Sterblichkeit in unteren sozialen Lagen und bei den Ärmeren zu beobachten sind? |
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Arme Menschen haben ein doppelt so hohes Risiko einen schweren Unfall zu erleiden oder schwer zu erkranken und eine um 7 Jahre geringere Lebenserwartung. Wachsen Kinder unter Armutsbedingungen auf, sind Zahnerkrankungen, falsche Ernährungsgewohnheiten und Übergewicht oder eine gestörte Sprachentwicklung viel häufiger anzutreffen als unter den Bedingungen einer gesicherten wirtschaftlichen und sozialen Existenz. Die früh erlernten Fehlverhaltensweisen halten sich oft bis ins Erwachsenenalter und haben leider fatale Auswirkungen auf den späteren
Gesundheitszustand wie ein Beispiel aus dem Gesundheitsbericht der Stadt Hamburg zeigt: Dort wurde nachgewiesen, dass die Wahrscheinlichkeit vor dem Erreichen des 50. Lebensjahres zu sterben, in einem sozial benachteiligten Stadtteil doppelt so hoch liegt wie in einem der sozial privilegierten Gebiete. Ebenso unbekannt ist die Tatsache, dass jeder dritte Arbeitslose unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, die seine Suche nach einer neuen Arbeitsstelle behindern und die Chancen auf eine Neueinstellung verschlechtern. Arbeitslose haben im Vergleich zu Beschäftigten einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand und, damit nicht genug kann, länger anhaltende Arbeitslosigkeit insbesondere psychische Erkrankungen verursachen oder verschlimmern. Dem Zusammenhang zwischen Armut, Arbeitslosigkeit und Gesundheit muss mehr öffentliche Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die große Zahl gesundheitlich beeinträchtigter Arbeitsloser, aber auch die unverändert hohe Zahl der von Armut betroffenen Kinder und Jugendliche erfordert wirksame Integrations- und Präventionsmaßnahmen, um zukünftig individuelle und soziale Elendslagen zu verhindern, die andernfalls unsere sozialen Sicherungssysteme tatsächlich hoffnungslos überfordern werden. Dr. Antje Richter, Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V. |
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StellenanzeigeDie HALZ expandiert.
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- Vertrieb und Logisitik
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Wir erwarten - Engagement für soziale Themen - fundierte Kenntnisse - Bereitschaft, sich schnell in neue Aufgaben einzuarbeiten - Teamfähigkeit Wir bieten |
Bewerbungen bis zum 30. November 2003 bitte an
HALZ im Interview mit Ursula Engelen-Kefer, stellv. DGB-Vorsitzende |
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"Kirchen ganz wichtige Verbündete" |
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HALZ: "Wurde Tacheles geredet oder waren es Schaufensterreden?" |
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![]() Burkhard Hasse (HALZ) im Gespräch mit Ursula Engelen-Kefer Foto: Klaus-Dieter Gleitze |
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haben in den Gewerkschaften, wie auch außerhalb der Gewerkschaften, was die inhaltliche Ausrichtung unserer kritischen
Bewertung dieser Kürzungsmaßnahmen anbelangt. Darüber haben wir ja auch heute sehr deutlich geredet - und sind ja auch durch das, was von den Betroffenen gesagt wurde,
weitestgehend bestätigt worden. Was kritisiert wurde, ist die Form der Auseinandersetzung, und das haben wir uns sehr genau vor Augen geführt. Wir sind der Überzeugung, dass wir
weitermachen werden in der sehr klaren Aussage unserer inhaltlichen Alternativen. Es reicht nicht aus, nur gegen etwas zu sein, sondern wir müssen deutlich machen, wo wir die
Alternativen sehen, und da werden wir alle Möglichkeiten nutzen, die wir als Gewerkschaften haben. Wir werden es auch weiterhin so halten, dass wir Verbündete suchen. Und da sind die
Kirchen natürlich ganz wichtige Verbündete. Heute abend haben die Worte von Bischof Huber gut getan und waren sehr hilfreich - und zeigen, dass es doch eine Reihe von
Gemeinsamkeiten gibt." Interview mit Ursula Engelen-Kefer, stellv. DGB Vorsitzende, 26.08.2003, Hannover, Marktkirche, anlässlich
"Tacheles Talk": "Deutschland in der Wirtschaftsflaute - ist der Sozialstaat am Ende?" s. auch Kommentar zu "Tacheles Talk"
"Tacheles zur Zerschlagung des Sozialstaats?" |
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HALZ im Interview mit Dr. Gerd Eisele, Leiter der Abteilung Berufsberatung im Arbeitsamt Hannover"Es sieht zur Zeit nicht ganz so gut aus …" |
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| HALZ: Herr Dr. Eisele, Sie haben in Ihrem Vortrag gezeigt, dass sich im Arbeitsamtsbezirk Hannover das Angebot an Ausbildungsstellen und die Zahl der nachfragenden Bewerber nahezu decken. Haben die guten Kontakte des Arbeitsamtes zu den Firmen, die an sich hohe Ausbildungsbereitschaft oder andere Faktoren zu diesem positiven Ergebnis geführt? Dr. Eisele: Es ist zutreffend, dass die Zahlen der gemeldeten Stellen und der gemeldeten Bewerber fast ausgeglichen sind. Das führe ich darauf zurück, dass auch die Betriebe ein starkes Interesse haben, Auszubildende zu gewinnen. Außerdem haben wir von der Arbeitsverwaltung mit anderen Akteuren des Arbeitsmarktes, |
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| u.a. den Kammern versucht, zusätzliche Ausbildungsstellen zu gewinnen.
Man muss zugleich berücksichtigen, dass sich das Bild ändert, wenn wir die Zahl der nicht vermittelten Bewerber und der offenen Stellen betrachten. Da sieht es zur Zeit nicht ganz so gut aus. Dabei ist zu beachten, dass sich auch Jugendliche aus angrenzenden Regionen und den neuen Bundesländern im Arbeitsamtsbezirk Hannover eine Ausbildungsstelle suchen.
HALZ: Welche Erfahrungen hat das Arbeitsamt Hannover mit den sog. Problemgruppen von Jugendlichen gemacht? Wie gelingt es ihnen, z.B. gering Qualifizierten, Jugendlichen ohne Schulabschluss oder mit Haupt- und Sonderschulabschluss den Weg in die Ausbildung zu ebnen? Dr. Eisele: Wir bieten für diese Personengruppen gezielte Maßnahmen an. Insbesondere Jugendlichen, die keinen Schulabschluss haben, machen wir mit den überbetrieblichen Ausbildungen ein interessantes Angebot für den Einstieg. Wir haben die Plätze in diesem Bereich deutlich aufgestockt. Wir beobachten genau, wie sie sich Lage weiter entwickelt. Zudem haben sich für uns die Rahmenbedingungen verändert. Bei der Finanzierung gelten neue Vorschriften. Die Kosten müssen für jeden Platz in der Maßnahme über den gesamten Zeitraum übernommen werden, auch wenn z.B. einzelne Jugendliche aus unterschiedlichen Gründen diese vorzeitig abbrechen. In diesem Falle geben wir anderen Suchenden eine Chance. Sollte sich ein höherer Bedarf abzeichnen, werden wir versuchen, weitere Maßnahmen anzubieten. Sowohl von der Ausbildungs- als auch von der Kostenseite ist es sinnvoll, wenn eine kontinuierliche Besetzung der Plätze gewährleistet ist. HALZ: Seit Anfang des Jahres wirken die ersten sog. Hartz-Gesetze, Hartz 1 und 2. Hartz 3 und 4 sind in der Beratung. Können Sie schon erste Auswirkungen auf den Bereich der Ausbildung und speziell für Jugendliche benennen? Dr. Eisele: Im Moment kann ich noch keine Auswirkungen feststellen. Ob diese Gesetze in Zukunft auf besondere Weise jugendliche Ausbildungssuchende treffen werden, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. HALZ: Herr Dr. Eisele, wir danken Ihnen für das Gespräch. Das Gespräch führten Burkhard Hasse und Klaus-Dieter Gleitze, HALZ, im Rahmen der Ausbildungsplatzkonferenz des DGB Bezirks Niedersachsen/Bremen/Sachsen-Anhalt am 28. August 2003 in Hannover. |
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ZwischenrufLiebe Mitbürger! Wussten Sie schon, warum unser Sozialstaat in die Krise läuft, warum Krankenkassen und Rentenversicherung kein Geld haben, wie seine Bürger um den Ertrag ihrer Arbeit gebracht werden? Ihre Arbeitswelt ist mit mehr als 6,5 Billionen (!) EUR verschuldet. Alle arbeitenden Menschen zahlen dafür jährlich ca. 800 Milliarden EUR für Zinsen und Mieten Das sind mehr als alle Steuern noch einmal. Jeder Arbeitnehmer in Deutschland bekommt für täglich 3 Stunden Arbeit keinen Lohn, der Ertrag seiner Arbeit geht an die Geldgeber. Jeder Haushalt in Deutschland zahlt jährlich auch ohne eigene Schulden 17.500 EUR Zinsen über die Endverbraucherpreise. Auf Einnahmen aus Geldgeschäften entfallen weder Anteile zur Renten- und Krankenversicherung, noch für Altenpflege oder Arbeitslosigkeit. Alle Sozialversicherungen werden von der Lohnsumme bezahlt, Kapitaleinkünfte sind ausgenommen - kommen aber aus Arbeit in unserem Land. Oder haben Sie schon einmal gesehen, wie Geld arbeitet ? Kapitaleinkünfte wachsen, Löhne und Gehälter sinken - anteilig. Wären Kapital und Arbeit gleich verpflichtet, zahlten Sie an Ihre Krankenkasse ca.7%, an die Rentenversicherung ca. 14% Ihres Brutto-Lohnes. Das wäre Senkung der Lohnnebenkosten. Nur so verringert man Arbeitslosigkeit. Dr. med. Dieter Petschow Haltet den DiebWer dumm ist, geht keiner Schlägerei aus dem Weg. Wer klug und
schwach ist, vermeidet jede Schlägerei. Und wer weder klug noch
schwach ist, der achtet wenigstens darauf, dass der Gegner noch etwas
schwächer ist. |
HALZ über KopfHALZ geht in die vierte Runde. Angesichts der Schwierigkeiten bei der Verwirklichung dieses No-Budget-Projekts freuen wir uns über die breite positive Resonanz und die interessierten Fragen zur Zukunft der Zeitung. Beiträge, Diskussionen, Anregungen und Vorschläge haben die HALZ stark gemacht. Diese Gesprächskultur wollen wir stärken und vertiefen. Die Herausgeber werden Mitte Oktober gemeinsam mit den Leserinnen und Lesern sowie unseren Unterstützern über die bisherigen Ausgaben der HALZ und die künftigen Herausforderungen diskutieren. Den genauen Termin, Ort und Zeit werden wir auf unserer Netzpräsenz unter www.halz.org rechtzeitig bekannt geben. Wir freuen uns auf Euer Engagement. Denn: Wir wollen besser und noch mehr werden. |
ImpressumHALZ, Fössestr. 67, 30451 Hannover Internet: www.halz.org - Sabine Grizewitsch An dieser Ausgabe haben mitgewirkt: Namentlich gezeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Reaktion wider. Verlag: Agenda-Zeitungsverlag Diese Ausgabe wird unterstützt von:
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