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W = F · s |
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Arbeit = Kraft mal Weg. So einfach ist die Antwort auf die Frage: Was ist Arbeit? Physikalisch gesehen. Aber: Was bedeutet Arbeit? Was macht Arbeit? Da wird es schon schwieriger. "Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quell" (Herder) "Nur in der Arbeit wohnt der Frieden, und in der Mühe wohnt die Ruh" (Fontane) - wenn man unseren Dichtern Glauben schenken will. "Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt", sagt der Volksmund. Ja, was denn nun? Fakt ist: Je mehr (Erwerbs-) Arbeit zu einem knappen Rohstoff wird, desto mehr rückt "Arbeit" in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Komisch. Schließlich leben wir erklärtermaßen in einer "Leistungsgesellschaft". Nicht in einer "Arbeitsgesellschaft". "Leistung" soll sich ja wieder lohnen, nicht: vorrangig "Arbeit". Also: Leistung = Arbeit pro Zeiteinheit (P = W : t). Kommen wir damit dem Wa(h)ren Kitt näher, der unsere Gesellschaft zusammen hält? Was die Bezahlung angeht, vielleicht. Die Arbeit Besitzenden werden zunehmend nach "Leistung" bezahlt. Sogar im öffentlichen Dienst soll das "Leistungsprinzip" eingeführt werden. Bringt ein - zugegeben blöder - Vergleich Klarheit? Was leistet ein Herr Ackermann, ein Herr Welteke pro Zeiteinheit mehr als, sagen wir mal, die Herausgeber dieser Zeitung? Die Herausgeber dieser Zeitung leisten gesellschaftlich nützliche Arbeit und kriegen dafür keinen Cent! Die Herren Ackermann und Welteke leisten sich einiges und kriegen dafür Millionen. Aber - und jetzt wird es völlig verwirrend - sie haben Erfolg. Und dafür werden sie bezahlt. Leben wir also weder in einer Arbeits- oder Leistungsgesellschaft, sondern in der Erfolgsgesellschaft? Erfolg = Fehlanzeige. Eine Formel für Erfolg gibt es nicht. Millionen Menschen arbeiten sich krumm und es reicht noch nicht einmal für die Praxisgebühr. Da leisten Menschen bemerkenswertes und haben noch nicht einmal Arbeit. Und es gibt Leute, die haben Erfolg, wie die Flick Erben zum Beispiel. Die haben erfolgreich geerbt. Die Sache mit dem Erfolg hat einen - mindestens - Pferdefuss: Erfolg setzt sich nur begrenzt in Kaufkraft um. Schauen Sie sich in ihren Städten, Strassen um. Immer mehr Läden machen dicht. Kaufkraft fehlt. Arbeit. Anständig - oder auf altmodisch: tariflich - bezahlte Arbeit. Übrigens verschwindet Arbeit auf verschiedenen Wegen. U.a. durch Fragmentierung: ICH AGs, Mini Jobs, Teilzeitjobs, unbezahlte Praktika … Wie erreicht man Menschen, die davon betroffen sind? Da sind unter anderem Gewerkschaften gefordert. Es wird sich zeigen, ob sie dafür innovative Wege entwickeln werden. Im Moment ist davon wenig zu sehen. Die Welt - und also ihr Kern "Gesellschaft - scheint kompliziert: Erfolg, Leistung, Arbeit. Was macht das, mit uns? Mehr Fragen als Gewissheiten. Nur eins ist klar, nie wieder darf irgendwo stehen: Arbeit macht frei. Klaus-Dieter Gleitze |
RückblickBerlin 03.04.2004Das hunderttausendfache Flehen der Demonstranten vom 3. April in Berlin, Köln und Stuttgart "Oh Herr/Frau, lass endlich Hirn vom Himmel regnen und erweiche die Herzen der Kapitalisten und ihrer Knechte im Lande" hatte Erfolg. |
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Na ja, einen ersten kleinen zumindest: "Die Demonstranten haben zu Recht demonstriert", so Werner Schulz, wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen und außerdem weise die Agenda in die falsche Richtung. Er habe große Zweifel, ob die Reformen zu mehr Arbeitsplätzen führten. Die HALZ hat da keine Zweifel: Tut sie nicht, definitiv nicht. |
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Wie kann aus den Signalen vom 3. April konkrete Politik werden, also eine sozial gerechte Änderung dessen, was ist?
Zwei Erkenntnisse, die sozial bewegte berücksichtigen sollten:
Außerdem: Wenn der Widerstand gegen die Agenten der Agenda 2010 ff. Erfolg haben soll, muss zudem Gegenöffentlichkeit her, kreativ, witzig, innovativ. Es reicht nicht, das neoliberale Meinungsmonopolblabla von "Blöd" über "Spiegel" bis "HAZ" intern zu kritisieren. HALZ ART versenkt Nazi Spaten!Frühling - Zeit der Ableger. Nicht nur im floralen Bereich. HALZ ART ist ein Ableger der HALZ. HALZ ART produziert Kultur, arbeitet an der Rückgewinnung des politischen im ästhetischen. |
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Mit der reinen Kraft des Arguments und der Fakten ist die Auseinandersetzung um soziale Gerechtigkeit nicht zu gewinnen. Gegen die Macht der Millionäre hilft nur die Kraft der Millionen - mit Kreativität, Phantasie und Witz! Den Gegner ernst nehmen? Immer - 25 Stunden am Tag! Uns selbst? Immer - mit Pausen. Also: Vorwärts für die kulturelle Hegemonie im Lande! Ein kleiner Schritt auf dem Weg dahin fand am 23.03.2004 unterm Fackelträger Denkmal am Maschsee Nordufer statt (NP und Radio Flora berichteten u.a. darüber). Anlässlich des 70. Geburtstages des ersten Spatenstichs zum Bau dieses innerstädtischen Erholungssees im Rahmen einer großangelegten Arbeits- Beschaffungs- Maßnahme fand "23-MERZ" statt, eine Performance von HALZ ART. Händels Feuerwerksmusik untermalte ein unbeschreibliches Spektakel, weshalb wir uns naturgemäß an dieser Stelle eine nähere Beschreibung schenken. Weitere Details unter www.halz.org oder das Tondokument der Live Übertragung bei der HALZ anfordern. Klaus-Dieter Gleitze |
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HorrorskopDas Horrorskop verdanken wir auch dieses Mal unserem Chefastrologen Wei Se.Widder. 21.03.-20.04. Stier. 21.04.-20.05. Zwillinge. 21.05.-20.06. Krebs. 21.06.-22.07. Löwe. 23.07.-22.08. Jungfrau. 23.08.-22.09. Waage. 23.09.-22.10. Skorpion. 23.10.-22.11. Schütze. 23.11.-21.12. Steinbock. 22.12.-19.01.
Wassermann. 20.01.-18.02. Fische. 19.02.-20.03. |
"Wenn ich denjenigen erwische, der die Arbeit erfunden hat …" oder:
"Arbeit" - je mehr sie aus der Realität verschwindet, desto mehr rückt sie ins Zentrum politischen (Schein-) Handelns und gesellschaftlicher Konflikte. Aus dem Begriff "Arbeit" und seiner alltäglichen (Nicht-) Praxis organisieren sich
Wunschvorstellungen, Wahnideen und Wirklichkeitskonstruktionen.
Was bedeutet das konkret in Deutschland im Mai 2004? Die HALZ versucht eine Annäherung. Wir haben Menschen gebeten, uns drei Sätze zum Thema "Arbeit" zu schicken: Arbeitslose, Arbeitsplatzbesitzer, kirchliche Würdenträger/innen, Gewerkschaftsfunktionäre, Politiker … Eine erste Auswahl ist in dieser HALZ zu lesen.
Wir möchten diese Geschichte von Arbeit fortschreiben und bitten unsere Leser/innen: Schicken Sie uns drei Sätze zu "Arbeit". Die einzige Vorgabe: Drei Sätze!
Klaus-Dieter Gleitze
| "Arbeit muss
zumutbar bleiben und auch in Zukunft die Lebensgrundlagen für die
Menschen und ihre Familie sichern. Es ist unerträglich, dass Arbeitslose trotz einer enorm hohen Flexibilität und Mobilität zum Sündenbock für die hohe Arbeitslosigkeit gemacht werden. Dabei ist es ist ein Skandal, dass so viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz bekommen, die Langzeitarbeitslosigkeit steigt und ältere Arbeitslose schon mit 50 Jahren von den Arbeitgebern abgeschrieben werden." Ursula Engelen-Kefer (stellv. Vorsitzende des DGB) "Arbeiten, das tägliche Brot selbst
verdienen, gehört zur Würde des Menschen. Und Gott gibt Menschen die
Chance, kreativ tätig zu sein durch Arbeit." "Wahnsinn 2004: Die einen sollen mehr
arbeiten, für weniger Geld. Die anderen dürfen nicht arbeiten, für
noch weniger Geld. Noch andere brauchen nicht mehr arbeiten und werden
dabei reich." "Eine Stadt funktioniert nur, wenn
Standortqualitäten für die Wirtschaft und für den solidarischen
Ausgleich miteinander im Lot stehen. Nur Menschen mit Arbeit und
Einkommen können jene unterstützen, die sich um Kinder, Senioren,
Behinderte, Erwerbslose, allein Erziehende und Migranten kümmern.
Darum ist die Erhaltung und Stärkung der wirtschaftsnahen
Infrastruktur wichtig, um so dringend vorhandene Arbeitsplätze zu
sichern und gleichzeitig neue und notwendige zu schaffen." "Arbeit ist die Voraussetzung für
menschliches Selbstvertrauen und ein stabiles Selbstwertgefühl.
Deshalb ist der gewerkschaftliche Kampf für die Sicherung der
Arbeitsplätze und durch Arbeitszeitverkürzung neue zu schaffen, so
immens wichtig." "Würde gerne mal
Frühstückspause machen, Mittagspause mit Kollegen verbringen, mich
auf den Feierabend freuen, das freie Wochenende genießen, in Urlaub
fahren." - Alles nur ein Traum ? - (Ach, fast hätte ich es ja
vergessen: Bin über 50 Jahre alt und arbeitslos...)" "Als ich sie hatte, hasste ich sie. "Ich meine, wenn die Politiker selber
längere Zeit vergeblich versucht hätten, eine existenzsichernde
Arbeit zu finden, die ihren Interessen und Fähigkeiten entspricht,
und dabei von Sozialhilfe leben müssten, würden sie nicht zynisch
die Kürzung von Arbeitslosenhilfe auf Sozialhilfeniveau als
Leistungsanreiz verkaufen. Deshalb brauchen wir eine Arbeitslosen- und
Jobberpartei, so wie früher aus der Ökologiebewegung die Grünen
entstanden sind." "Wir brauchen in unserem Land beides:
Mehr Solidarität und mehr Verantwortung der "Die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist
das Sozialste, was Politik leisten kann. Viele Arbeitsplätze in
Deutschland sind zu teuer, aber nicht durch die Löhne, die die
Arbeitnehmer ausgezahlt bekommen, sondern vor allem durch die
Kostensteigerungen der maroden Sozialsysteme und durch zu hohe Steuern
und Abgaben. Niedrigere, einfachere und gerechtere Steuern sorgen für
neue Investitionen, schaffen so Arbeitsplätze und verbessern damit
auch die Zahlungsfähigkeit der öffentlichen Kassen, denn es kann nur
Steuern und Sozialabgaben zahlen, wer Arbeit hat." |
"Wer Arbeit hat, hat Angst sie zu verlieren. - Wer keine Arbeit mehr hat, hat Existenzängste, verliert die Hoffnung und gesellschaftliche Anerkennung. - Angst lähmt, Angst macht erpressbar - es lässt sich gut herrschen im Klima von Angst." Dr. Angela Dinghaus "Existenzsicherung.
"Drei Sätze zum Thema Arbeit sollen es
sein? "Es geht einer solidarischen Politik
nicht um die "Befreiung von der Arbeit", sondern um
"Befreiung der Arbeit". Arbeit ist eben nicht nur
Broterwerb! Sie ist Selbsterfahrung, Herausforderung, Möglichkeit zur
Kooperation... Deshalb darf eine Gesellschaft niemanden von der
Teilnahme an Arbeit ausschließen." "388.021 offiziell gemeldete
Arbeitsuchende und 40 Tausend junge Menschen die einen
Ausbildungsplatz suchen, verdeutlichen unser gesellschaftspolitisches
Problem, das nicht klein geredet, sondern verantwortungsvoll durch
Taten gelöst werden muss.
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Initiativen und BeratungArbeitskreis Arbeitlose Linden ver.di Erwerbslosenausschuss Arbeitskreis Arbeitslose IG METALL SONET (Erwerbslose aus sozialem und pädagogischem Bereich) Projektgruppe gegen die Agenda 2010 Arbeitslosenzentrum Hannover ASG Hannover Arbeitslosenprojekt ALPRO der IG Bau |
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Frauenverband COURAGE e.V. (Frauengruppe Hannover) Arbeitslose-Frauen-Theater-Gruppe |
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Arbeitsloseninitiative Barsinghausen Kontakt und Infos: Wolfgang Bartold FON: 05105-63631 Arbeitsloseninitiative Hameln |
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UnRechtGelber Schein schon am 1. Tag!Häufiger krank geschrieben? Dann kann der Chef die Vorlage eines Attests bereits am ersten Krankheitstag verlangen und muss auch den Betriebsrat nicht vorher informieren. Gekündigt? Sperrzeit!Wer einen befristeten Arbeitsvertrag vor Ende der Befristung kündigt, muss mit einer Sperrzeit rechnen. Drei Wochen sind es, wenn es für die Kündigung keinen wichtigen Grund gibt und in den nächsten sechs Wochen so und so Schluss gewesen wäre. Das gilt auch, wenn wenige Tage vor Ablauf der Befristung die Auflösung herbeigeführt wird. "So Frauen wie dich hatte ich schon Hunderte"oder andere anzügliche Bemerkungen gegenüber einer Arbeitskollegin können zu einer fristlosen Entlassung führen. Probezeit bringt (Betriebs-) RenteDie Probezeit ist bei der Feststellung des Anspruchs auf eine Betriebsrente anzurechnen, sofern bereits im Arbeitsvertrag vereinbart wurde, dass der Beschäftigte nach Ende der Probezeit eine Pensionszusage erhalten wird. Ungekürzte Abfindung bei ElternzeitBeschäftigte, die die Möglichkeit der Elternzeit nutzen, darf in einem Sozialplan die Abfindung nicht gekürzt werden. Bedingung: Wenn die Höhe der Zahlung "auch oder sogar entscheidend" von der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängt. Kündigung per E-Mail? Ist nicht!Kündigungen per E-Mail sind grundsätzlich unwirksam. Das gilt auch für Widersprüche oder Zustimmungen des Betriebsrats und Aufhebungsverträge. Kurz: Sog. der Schriftform unterworfene Erklärungen sind per elektronischer Post erlangen keine Rechtskraft. Lohn unter Sozialhilfe? Finden Richter richtig!Lohn weniger als der Sozialhilfesatz (z.Zt. ca. 300 Euro) ist nicht automatisch sittenwidrig. Entscheidend ist, ob Leistung und Entgelt in einem Missverhältnis stehen. Ein Leiharbeiter scheiterte mit seiner Klage. Maßstab ist für die Richter am Bundesarbeitsgericht nicht der Durchschnittslohn, sondern die Vergütung nach dem für ihn gültigen Tarifvertrag in der Leiharbeitsbranche und der ist nicht sittenwidrig. Mobbing rechtfertigt Eigenkündigung!Wenn sich ein Vorgesetzter gegenüber einem Mitarbeiter unrechtmäßig und nicht sozial angemessen verhält, kann dies eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts bedeuten. Darin kann ein wichtiger Grund für eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses liegen. Damit ist eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld unzulässig. Arbeit verweigert? Nie mehr Sozialhilfe!Wer Sozialhilfe bezieht und eine zumutbare sozialversicherungspflichtige Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt ablehnt, verliert dauerhaft den Anspruch auf Sozialhilfe. Arbeitslosengeld und richtige Steuerklasse!Die Arbeitsagenturen sind verpflichtet einem Arbeitslosen aufzuzeigen, welche Auswirkungen ein Wechsel der Steuerklasse auf die Höhe des Arbeitslosengelds hat. Wurde das versäumt, ist sowohl eine Minderung der Leistungen als auch eine Rückforderung "überzahlter" Beträge verboten. |
Schöne neue WeltSchon mehr als 10.000 ICH AGs platt!Von ehemals 127.000 ICH AGs hatten bis April 2004 bereits 10% Gründer die Segel gestrichen. Woran liegt’s? 1. Die Agenturen müssen sogar Geld für aussichtslose und unsinnige Gründungen geben. Eine Prüfung des Konzepts gibt es nicht mehr. 2. Die Förderung reicht im ersten Jahr gerade mal so, um die erforderlichen Beiträge zu zahlen. Im zweiten Jahr decken die 360 Euro nicht einmal die Kosten für Krankenkasse etc. 3. Die Bundesagentur für Arbeit weiß und interessiert nicht, warum mehr als 10.000 Menschen ohne Förderung sind. Das war alles absehbar. Statt die Mittel effektiv einzusetzen, werden Menschen in existenzielle und materielle Not gestürzt. Mal wieder ein toller HARTZ-FLOP. Damit nicht genug. In 2004 sollen es noch mehr werden, meint Rainer Schmidt, Arbeitsmarktexperte beim Institut für Weltwirtschaft im Kiel. Das Ergebnis: Nach einem Jahr keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld, sondern nur noch 345 Euro Sozialhilfe, umbenannt in Arbeitslosengeld II. Fast keine Arbeitslosen mehr im HerbstKaum zu glauben? Doch! Es geht! Dank an das Statische Bundesamt. Bei den Statistikern ist nur noch arbeitslos, wer weniger als eine Stunde pro Woche arbeitet. Da braucht es keine Mini-Jobs mehr noch ICH-AGs. Sind seit Anfang des Jahres Arbeitslose in Trainingsmaßnahmen nicht mehr arbeitslos, so werden es ganz schnell noch weniger. Übrings: Diese Zählweise ist EU-Standard. Niedrige Zahlen in anderen EU-Ländern sind geschönt. Und sie taugen schon gar nicht, wie Politiker jeglicher Couleur immer behaupten, um den Abbau von sozialen Grundrechten und Leistungen zu rechtfertigen. |
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Mehr Arbeitslose! Danke schön Herr Weise!Im ersten Quartal 2004 hat die Bundesagentur für Arbeit 500 Millionen Euro weniger ausgegeben als geplant. Insbesondere die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik, u.a. für langfristige und hochwertige Qualifizierungen und ABM wurden nicht im vollen Umfang eingesetzt. Erfolgsergebnis: Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 1,6 Millionen Menschen. Packte es schon früher die Bundesanstalt für Arbeit nicht Menschen in Arbeit zu vermitteln, so setzt die neue Bundesagentur für Arbeit noch einen drauf. Sie schafft mehr Langzeitarbeitslose. So viel zur Weisheit von Agenturchef Weise. Kein Geld für 500.000!Mehr als 20 Prozent, d.h. rund 500.000 der fast 2.200.000
Bezieher von Arbeitslosenhilfe sind ab 1. Januar 2005 ohne Leistungen.
Die Angehörigen dürfen künftig ihre arbeitlosen Männer, Frauen und
Kinder durchbringen. Ehe, Beziehung und Nachwuchs – man gönnt sich ja
sonst nichts. |
RätselSelbstverständlich gibt es in der Internet-Ausgabe der HALZ ein Rätsel. Den Wünschen nach einer etwas anspruchsvolleren Herausforderung werden wir hoffentlich gerecht. Wir suchen Personen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Lösung ist der erste Buchstabe des Nachnamens zu verwenden. Einen Tipp wollen wir geben: Der zu findende Begriff nennt einen Ort, an dem Arbeitslose unfreiwillig Urlaub machen. Zu gewinnen gibt es 5 Mal Sommerlektüre für drinnen und draußen.1. Medienclan aus Gütersloh2. Deutscher Victory Banker3. Ex-Rampensau der PDS4. Ehemaliger Chef der Arbeitsämter5. Gescheitertes Sparschwein der Nation6. BDI Gegner des Ausbildungsplatzabgabe7. S-Klassen-Sälar-Bezieher8. 30-Millionen-Mannesmann9. Jeanne d’Arc des DGBDie Lösung bitte per Postkarte an folgende Adresse:
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ArbeitsgerichtViele scheuen Weg zu Gericht, weil sie sich vor den hohen Kosten
fürchten.
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Berufsorientierung 2004Neulich in einer Arbeitsloseninitiative: Zu Beginn kurze
Vorstellungsrunde, damit man miteinander "warm" wird und
Neulinge und Alteingesessene ein erstes Bild von einander haben. |
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Mehr zur ArbeitArbeit darf nicht länger besteuert werden, dann würde es auch genug
Arbeit für alle geben; ausgleichen könnte dies eine höhere
Mehrwertsteuer, sowie Steuern auf Maschinen, Roboter, gewerblich
genutzte Computer, Vermögen über 500.000 Euro und eine Erbschaftsteuer
für Millionenerben. |
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FeudalismusHat jemand (viel) Geld bekommen ohne Arbeit, dann haben (viele)
andere gearbeitet ohne Bezahlung. In Deutschland gab es im Jahr 2002
ohne Arbeit 755 Mrd. Euro Kapitalertrag über die Hausbank, 420 Mrd..
Euro Sozialbudget über Sozialamt, Krankenkassen, für Pensionen und
Renten, an Arbeitslosengeld 90 Mrd. Euro. Für Arbeit gab es netto 755
Mrd. Euro zuzüglich 147 Mrd. Euro für den Staat.
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Termine1. Mai 2004 05.05.2004 - 07.30 Uhr 12.05.2004 - 16.30 Uhr 20.-23.05.2004 20.-23.05.2004 08.06.2004 - 07.30 Uhr 13.06.2004 16.06.2004 - 16.30 Uhr 20.06.2004 20.06.2004 06.07.2004 - 07.30 Uhr 04.08.2004 - 07.30 Uhr 02.09.2004 - 07.30 Uhr 05.10.2004 - 07.30 Uhr 03.11.2004 - 07.30 Uhr 05.-07.11.2004 02.12.2004 - 07.30 Uhr 04.01.2005 - 07.30 Uhr Zsst.: Burkhard Hasse |
HALZ up – up and awayIt’s all over now, Baby HALZ! Nach über einem Jahr stellt die HALZ
den Druck ein. Das gewohnte Bild der HALZ Verteiler/innen vor dem
Arbeitsamt bei Wind und Wetter, die rasenden HALZ Boten in Freizeitheimen,
Büchereien, Ordnungsämtern, die HALZ in Betrieben: Das gehört der
Vergangenheit an. Die unzureichende Finanzierung der HALZ Kosten und ein
wachsender organisatorischer Aufwand sind die Hauptursachen, dass unter
ehrenamtlichen Bedingungen ein Zuschussmodell wie die HALZ für
Arbeitslosenhilfe-Empfänger/innen nicht mehr planbar ist. Einzelpersonen
und Organisationen wie Gewerkschaften und KDA haben uns bei den
Druckkosten unterstützt. Ihnen gilt unser Dank ebenso wie unseren
Autoren, Sympathisanten und Verteilern.
SprachmüllIch sach mal: "Die Redewendung "Ich sach mal" ist von heute an gesetzlich verboten."
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ImpressumHALZ, Fössestr. 67, 30451 Hannover Herausgeber: Klaus-Dieter Gleitze (V.i.S.d.P), Burkhard Hasse, Sabine Grizewitsch (Internet) Layout: Sabine Grizewitsch, Burkhard Hasse Internet: www.halz.org Die HALZ-Redaktion behält sich vor, Leserbriefe/E-Mails - mit
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Veröffentlichung nicht einverstanden sind). Konto für die Unterstützung der HALZ: |