Inhalt der April-Ausgabe: |
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Weniger Geld für Arbeitslose! Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe - Drastische Kürzung bei Schonvermögen /Keine Anpassung mehr bei Alg/AlHi - Jetzt kommt es knüppeldick! [mehr...] Rechtsprechung, Tipps Gründungsaufruf: Über diese Zeitung Von Menschen für Menschen, die am Erhalt von sozialen Grundrechten und Solidarität interessiert sind.
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Weniger Geld für Arbeitslose!
Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe
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Bezieher von Arbeitslosenhilfe dürfen ein Rest- "Vermögen" von 200 € pro Lebensjahr behalten. Alles was darüber liegt, muss erst verbraucht werden, bevor Leistungen vom Arbeitsamt kommen.
Außerdem: deutliche Kürzungen bei den vom Partnereinkommen absetzbaren Freibeträgen. Die jährliche Anpassung an die allgemeine Lohnentwicklung fällt weg, also eine de facto Kürzung. Obendrein Kürzungen beim Unterhaltsgeld für berufliche Weiterbildung. Bis 2006 werden auf dem Rücken der Arbeitslosen ca. 26 Mrd. € eingespart Addiert man dazu die Summen des Streichorchesters unter der Leitung von Rürup und Schmidt auf dem Gebiet "Gesundheit" und vergleicht dieses Kosten-Kettensägenmassaker bei den Schwächsten unserer Gesellschaft mit der Summe der jährlich hinterzogenen Steuern in Deutschland - 130 Milliarden € -, dann könnte man ... tja, was dann? Es liegt an uns. |
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Rechtsprechung, TippsDas aktuelle Urteil:Vorsorge ist nicht anzurechnen |
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Der Fall: Der 47jährige beantragte Arbeitslosenhilfe und informierte das Arbeitsamt über seine Vermögensverhältnisse. Darunter befand sich eine kapitalbildende Lebensversicherung mit Fälligkeit zum 60. Lebensjahr mit einem aktuellen Rückkaufswert von 53 000 Euro, die er Jahre vor der Arbeitslosigkeit abgeschlossen hatte. Der Stand seines Rentenkontos ergab eine monatliche Altersrente von 166 Euro. Das Arbeitsamt hat die Gewährung von Arbeitslosenhilfe mangels Bedürftigkeit mit der Begründung abgelehnt, der Rückkaufswert der Lebensversicherung übersteige den maßgeblichen Freibetrag um 30 000 Euro. Das Gericht war anderer Meinung. Die gesetzlichen Vorschriften zur Vermögensanrechnung beim Bezug von Arbeitslosenhilfe wollen einen wirtschaftlichen Ausverkauf der Betroffenen verhindern, der zur Lähmung des Selbsthilfewillens und zum nachhaltigen Verlust der erarbeiteten Lebensgrundlagen führen kann. Im vorliegenden Fall würde die Verwertung der Lebensversicherung eine angemessene Alterssicherung unmöglich machen, da auch bei einer dauerhaften Wiedereingliederung des Betroffenen ins Erwerbsleben keine Rente oberhalb der Sozialhilfe zu erwarten wäre Sozialgericht Berlin, 24.01.03 - (S58 AL2208/02) Offen bleibt ob dieses Urteil zukünftig vor dem Hintergrund der verschärften Gesetzgebung seit dem 01.01.2003 Bestand hat. |
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Gründungsaufruf |
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Vorkriegs - Zeiten anno? |
Arbeitsgemeinschaft "Soziale Grundrechte sichern - Hartz stoppen"Massenarbeitslosigkeit ist seit Jahren der gesellschaftliche Hauptskandal
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"Hartz" ist nur Teil eines Prozesses, der die krasse Spaltung in unserem Land erschreckend vertiefen wird. Dazu gehören die fortschreitende Privatisierung des über Jahrzehnte bewährten solidarischen Rentensystems und die zunehmende Aushöhlung sozialer Grundrechte. Unter der Parole "Mehr Eigenverantwortung" wird die Entsolidarisierung in der Gesellschaft verschärft, während reiche Steuersünder durch die geplante Abgeltungssteuer für ihren langjährigen Rechtsbruch belohnt werden. Die Umverteilung von "unten" nach "oben" schreibt das jüngste Strategiepapier aus dem Bundeskanzleramt mit den Kürzungen für Rentner, gesundheitlich Eingeschränkte, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger fest. Dagegen regt sich Widerstand: Seit Monaten informieren Erwerbsloseninitiativen in Hannover über die Folgen von "Hartz" und organisieren eine Gegenöffentlichkeit zum Abbau des Sozialstaats. Selbst in Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Organisationen und Initiativen, die anfänglich in "Hartz" noch Chancen gesehen haben, artikuliert sich zunehmend Widerspruch. Mit diesem Gründungsaufruf bekunden die Arbeitsgemeinschaft Soziale Grundrechte sichern - Hartz stoppen und die Erstunterzeichner/innen ihre Bereitschaft, sich gemeinsam für eine "Soziale Region Hannover" zu engagieren. Vorbereitendes Gründungs-Treffen: |
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Über diese Zeitung Von Menschen für Menschen, die am Erhalt von sozialen Grundrechten und Solidarität interessiert sind. In viel zu kurzer Zeit von viel zu wenig Menschen gemacht. Aber: jeder lange Marsch fängt mit dem ersten Schritt an. Und wir waren der Meinung, wir sollten ihn machen. Wenn wir in diesen Zeiten mit Aufklärung und Widerstand noch warten - wann dann? Was daraus wird? Das liegt an den Leser/innen und Mitarbeiter/innen. |